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Sachgeschichten

Warum hat der Tag 24 Stunden und die Stunde 60 Minuten?

Es ist schon merkwürdig, dass wir alles im Dezimalsystem rechnen (also das Zehnersystem, mit dem alle Menschen rechnen, weil wir einfach 10 Finger haben) und nur die Zeiteinteilung vollkommen anders ist. Wenn man schon den Tag durch 24 teilt, warum dann diese Teile durch 60? Und das ist in der Tat echt interessant:

Bei Wikipedia (wo man zu dem Thema irre lang lesen kann) steht, dass die Sumerer und Ägypter als erstes die Zeit gemessen haben. Das war so um 3000 v. Chr. als man den Tag mittels Schattenstäbe gemessen hat. Und das waren teilweise imposante Sonnenuhren, denn die alten Ägypter verwendeten dazu große Obelisken, auf denen die Bewegung der Sonne verfolgt werden konnte. Diese Schattenuhren waren in zehn Teile für den Tag unterteilt. Dazu gab man noch zusätzlich vier Dämmerungsstunden (zwei morgens und zwei abends).

Aber jetzt kommt's: Um 2000 v. Chr. wurde von den Babyloniern ein Zählsystem mit der Basiszahl 60 verwendet. Während wir immer denken, man könne nur die zehn Finger zählen, haben die Babylonier die Fingerglieder mitgezählt! An einer Hand kommst du dabei auf 12 und mit beiden Händen kommst du auf 60! Wie das geht, kannst du hier nachlesen.

Dieses "Sexagesimalsystem" hat sich in der Zeitmessung verfestigt. Deshalb hat ein Tag zwei mal 12 Stunden, eine Stunde 60 Minuten und eine Minute 60 Sekunden. Erst jetzt kommen wir wieder in die Neuzeit, denn als man eine Sekunde noch genauer unterteilen konnte, hat man wieder das Dezimalsystem genommen.

Übrigens nutzt man noch das 60er-System ebenfalls um Winkel und geografische Längen und Breiten anzugeben. Auch da het ein Grad 60 Minuten und eine Minute 60 Sekunden.
12.8.17 13:52


Woher stammt die Redewendung: "Seine Hände in Unschuld waschen"?

Stammt die Redewendung vielleicht wieder einmal aus der Bibel? Ja, das ist eine Redewendung aus der Luther-Übersetzung der Bibel.

Am bekanntesten ist die Szene vom Verhör Jesu vor Pontius Pilatus, der diese spezielle Hygieneübung ausgeführt hatte. Als Chef der römischen Besatzungsmacht im Heiligen Land sah er sich genötigt, Jesus wegen Aufruhr zum Tode zu verurteilen. Einerseits war Pontius Pilatus als Statthalter dafür zuständig, andererseits hätte er sich am liebsten gar nicht in heikle innerjüdische Angelegenheiten eingemischt. Aber der Volkszorn ließ ihm gemäß Bibel keine andere Wahl, als die Kreuzigung zu beschließen.

"Als aber Pilatus sah, dass er nichts erreichte, dass vielmehr eine noch größere Unruhe entstand, nahm er Wasser, wusch sich unter den Augen des Volkes die Hände und sprach: Ich bin unschuldig an diesem Blut. Seht ihr zu!" (Matthäus 27,24 nach der Zürcher Bibel)

Dieses Reinlichkeitsritual war nicht neu, es wurde damals sogar häufig benützt, um seine Unschuld vor Gericht zu beteuern. Pilatus, formal für den Prozess zuständig, will also seine Verantwortung auf andere abschieben. Darum ist es kein Wunder, dass diese Redewendung einen negativen Klang hat. Und sie bedeutet noch heute: 1. seine Unschuld beteuern 2. jegliche Mitschuld ablehnen 3. jede Verantwortung abschieben oder von sich weisen 4. nicht zur Verantwortung gezogen werden können. Diese Redewendung soll also plakativ die angeblich eigene Unschuld ausdrücken.

Das Händewaschen war auch bei den Urchristen eine symbolische Handlung zur Befreiung von Schuld. Nur wer saubere Hände hatte, konnte auf Vergebung hoffen.

Einiges früher, nämlich schon in Psalm 26,6 sang David: "Ich wasche meine Hände in Unschuld."

Die älteste Erwähnung finden wir jedoch im mosaischen Gesetz in 5. Mose 21, 1-9, wo angeordnet wird, es sollen, wo ein von unbekannter Hand Erschlagener liege, die Ältesten der nächsten Stadt über einer jungen Kuh, der der Hals abgehauen ist, ihre Hände waschen und dabei sagen: "Unsere Hände haben dies Blut nicht vergossen, so haben's auch unsere Augen nicht gesehen; sei gnädig deinem Volke Israel, das du, Herr, erlöst hast, lege nicht das unschuldige Blut auf dein Volk Israel..."

Und nach diesem ältesten Zitat als augenzwinkernder Schlusspunkt nun auch noch die neueste Variante, welche heute vor allem Umweltschützer benützen: "Keiner kann seine Hände in Unschuld waschen, solange er Seife benutzt, die in Tierversuchen getestet wurde."
25.6.17 14:32


Woher stammt ursprünglich der Begriff Orientierung?

Das Wort stammt aus dem Kirchenbau: Gemeint war die grundsätzliche Ausrichtung der Längsachse von West nach Ost, so dass Chor und Altar immer nach Osten, zur aufgehenden Sonne, ausgerichtet waren.
Und jetzt kommt das Wortspiel: der "Orient" kommt vom lateinischen "oriens" = "Osten".
Das deutsche Wort für Orientierung heißt deshalb Ostung. Wer mehr zur Ostung lesen will, klickt auf einen Beitrag von .
Wikipedia
Auch nichtchristliche Kulturbauten, z.B. griechische Tempel oder Moscheen, waren oft "orientiert" (zur aufgehenden Sonne hin).
24.6.17 13:37


Warum beginnt die kälteste Jahreszeit erst nach dem kürzesten Tag des Jahres?

Am 21. bzw. 22. Dezember (je nach Jahr) ist der kürzeste Tag im Jahr. Das kommt daher, dass da die Nordhalbkugel am weitesten weg von der Sonne ist und erst danach wieder zurückpendelt. Man müsste ja meinen, dass wenn man am weitesten weg von der Sonne ist, dann müsste es auch am kältesten sein, nicht wahr?

Aber erstaunlicherweise ist das nicht so: der im Mittel kälteste Monat des Jahres in Mitteleuropa ist der Januar. Die mittlere jährliche Temperaturkurve erreicht dabei etwa um den 15. Januar ihren Tiefpunkt. Die Verschiebung um drei bis vier Wochen kommt durch die Wärmekapazität des Erdbodens und vor allem des Meerwassers zustande. Die von der Sonne empfangene Strahlung wird gespeichert und zeitlich verzögert wieder an die Atmosphäre abgegeben. Der selbe Prozess mit anderen Vorzeichen kommt im Sommer zum Tragen.

Aber noch ein Hinweis, weil der Satz "am weitesten Weg von der Sonne" eigentlich so nicht ganz richtig ist: Bei einer Entfernung von 150.000.000 km von der Erde zur Sonne machen die 6.000 km Differenz zwischen Nord- und Südhalbkugel praktisch nichts aus. Die Temperatur in den verschiedenen Breiten der Erde wird ausschließlich durch den Einfallswinkel der Sonnenstrahlen und der damit verbundenen Intensität bestimmt. Je steiler der Winkel, desto mehr Energie pro Flächeneinheit. Im Winter scheint die Sonne wegen der Neigung der Erdachse sehr flach auf die Nordhalbkugel und sehr steil auf die S-Halbkugel. Im Sommer ist es genau umgekehrt.
23.6.17 14:29


Wie funktioniert ein Radiergummi?

Der Strich eines Bleistifts besteht aus Grafitpartikeln. Diese liegen unterhalb der Papieroberfläche. Der Radiergummi dringt zwischen die Fasern des Papiers, und die Grafitpartikel bleiben an ihm kleben. Gleichzeitig wird der weiche Gummi vom Papier abgerieben. So kommt es beim Radieren zu den Gummiröllchen, in denen der Grafit eingeschlossen ist. Unter dem Mikroskop sieht das aus wie ein mit Rosinen gespicktes Crepes-Röllchen.

Der englische Naturforscher Joseph Priestley fand im Jahr 1770 heraus, dass sich Würfel aus Kautschuk dazu eignen, Bleistiftstriche zu beseitigen. Kautschuk besteht aus dem klebrigen Milchsaft des Kautschukbaumes (Hevea brasiliensis) der auch als Latex bezeichnet wird. Er ist auch heute noch der Hauptbestandteil von Radiergummis. Ein weiterer Inhaltsstoff heißt Faktis, das ist eine weißgelbe, aus Rüböl hergestellte Masse, die zum Beispiel Risse im Radiergummi verhindert. Nach Zugabe von Schwefel wird das ganze Gemisch unter Druck auf etwa 150 Grad Celsius erhitzt. Das Kautschukgemisch wird dadurch zu einem elastischen Stoff. Diesen Vorgang nennt man auch Vulkanisieren. Um den Abrieb des Radiergummis zu verstärken, gibt man noch Quarzmehl oder Kreide der Gummimasse bei. Verschiedene Stoffe geben dem Gummi schließlich seine Farbe: Deckweiß für weiß oder Eisenoxid für rot.

Bei manchen Radiergummis (z.B. von Pelikan) gibt es eine rote und eine blaue Seite. Die rote Seite ist die oben beschriebene. Die blaue Seite besteht aus ganz andere Ausgangsstoffen. Mit der blauen Seite eines Radiergummis kannst du den Kulli oder den Füller wegradieren.

Radieren kommt übrigens vom lateinischen Wort "radere", was soviel wie kratzen oder schaben bedeutet.
13.5.17 13:25


Wieso haben Fallschirme ein Loch in der Mitte?

In früheren Jahren pendelten Fallschirmspringer während ihres Fluges deutlich hin und her. Dies lag daran, dass die im Schirm gefangene Luft nur über die Ränder entweichen konnte, was den Schirm regelmässig in eine Schräglage brachte.
Moderne Fallschirme haben deswegen ein rundes Loch in der Mitte. Die Luft kann dadurch gleichmässig entrinnen. Neben einem ruhigeren Fall bewirkt dies auch eine langsamere Öffnung des Schirms und damit einen geringeren Ruck.
11.5.17 14:20


Wird die Erde schwerer oder leichter?

Sie wird leichter. Und zwar jedes Jahr um ca. zehn Millionen Tonnen. Zwar sammeln sich jährlich eine halbe Million Tonnen Meteoritenstaub und eine kleinere Menge an geladenen Teilchen, die von der Sonne ausgestoßen werden, auf der Erde. Dass unser Planet dennoch leicht abnimmt, verdankt er Gasmolekülen, die so schnell werden, dass sie die Erde verlassen – Wasserstoff und Helium. Im Laufe von 4,5 Milliarden Jahren ging ungefähr ein Drittel der Weltmeere verlustig. Im Jahr verliert die Erde rund zehn Millionen Tonnen Masse durch Wasserstoff.
25.3.17 13:41


Wo wurde die längste Eisenbahnstrecke der Welt gebaut?

In Russland! Es ist die Transsibirische Eisenbahn, die sogenannte "Transsib", die mit ihren 9.438 km beinahe ein Viertel des Erdumfangs (40.075 km) misst. Ab 1891 ließ der russische Zar eine Eisenbahnlinie durch sein riesiges Reich bauen. Die Schienen wurden von zwei Seiten gelegt: von Nachodka am Japanischen Meer nach Westen und von Moskau aus nach Osten.
19.3.17 14:35


Sieht man vom Mond aus die Sterne?

Ja, sie erscheinen nur sehr viel dunkler als von der Erde aus. Egal ob Tag oder Nacht: auf dem Mond ist der Himmel immer schwarz. Mangels Atmosphäre trifft die volle Strahlkraft der Sonne auf den Erdtrabanten. Auf Fotos vom Mond leuchten die Landschaft rund um die Landefähre und die Anzüge der Astronauten derart hell, dass das Licht der viel zu weit entfernten Sterne nicht dagegen ankommt. Fotos von Neil Armstrong und Co. mit Sternen wären laut NASA nur durch eine extrem lange Belichtungszeit möglich gewesen. Dann hätte jedoch niemand mehr die Astronauten erkannt.
18.3.17 13:18


Wo kommt der Ausdruck "… ein Lied singen" her?

Früher war es nicht immer lustig, ein Lied singen zu können: der Hofprediger Johannes Agricola schrieb schon 1529, dass er von all den schlimmen Dingen – nämlich den armen Waisenkindern, die er gesehen hatte – ein Liedlein singen könne. Wer heute diesen Ausdruck verwendet, hat zu einem Thema aus eigener schlechter Erfahrung etwas beizutragen. Früher wurden in so genannten Beichtliedern die Untaten anderer besungen. Hatte ein Sänger aber einen strengen Herrn, dann sang er nicht gern Schlechtes über ihn. Daher gilt manchmal noch heute: "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing."
17.3.17 14:21


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